| Das Wort, Metábasis stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet Veränderung, Wandlung als dynamisches Paradigma zum Verständnis der Wirklichkeit. Gerade wegen seiner Bedeutung scheint uns dieses Wort geeignet für eine Zeitschrift, die sich mit Philosophie und Kommunikation beschäftigt: die heutige Zivilisation, die von vielen als Bilderzivilisation definiert wird, gründet auf Wandlungen. Diese Zeitschrift hat sich zum Ziel gesetzt, die Schnittpunkte zu analysieren, an denen aus Begriffen Bilder, Symbole und Mythen werden und umgekehrt.
Mit anderen Worten geht es darum, dem Leser die Inanspruchnahme eines philosophischen Denkens vorzuschlagen, das in der Lage ist, die akademischen Ansprüche auf wissenschaftliche Korrektheit mit den durch die Kommunikation entstehenden ständigen Wandlungen der zeitgenössischen Gesellschaft zu verbinden. Unsere Absicht besteht eigentlich darin zu zeigen, wie auf der einen Seite eine korrekte Verwendung des Denkens - und besonders des philosophischen Denkens - unverzichtbar für ein korrektes Verständnis der Wirklichkeit ist, auf der anderen Seite, wie die ständigen Wandlungen der post-technologischen Gesellschaft das philosophische Denken dazu zwingen, die eigenen Grundkategorien neu zu definieren.
Insbesondere scheint uns die Auseinandersetzung mit Symbolen und Mythen am besten dazu geeignet zu sein, die Kategorien der Wirklichkeitsanalyse neu zu deuten und ein genaueres Verständnis unseres Zeitalters zu ermöglichen. Ein Zeitalter, das durch ständige Anregungen des kollektiven Vorstellungsvermögens charakterisiert ist. Dies bewirken in erster Linie die Massenmedien, indem sie fortwährend symbolische Konstellationen und archetypische Strukturen in Szene setzen und den Einzelnen dadurch psychoemotional einbeziehen.
Innerhalb einer Welt, in der der Prozess der Entheiligung und der Deideologisierung schon vollendet ist, bleibt dem Menschen auf der Suche nach der Wandlung aller Werte – im Zeitalter nach Nietzsche – nichts anderes übrig, als sich mit dem mythisch-symbolischen Bereich auseinanderzusetzen, um aus jener Universaldimension des Vorstellungsvermögens zu schöpfen, die einzig in der Lage ist, die Grundwerte neu zu gestalten, auf denen jede Gesellschaft basiert.
In dieser Forschungsperspektive wurzelt daher das Vorhaben der vorliegenden Zeitschrift, die beabsichtigt, zur Gründung einer neuen Methodik zur Analyse und Vertiefung solcher Aspekte beizutragen
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